Fachbegriffe
Technische Begriffe sind die Grundlage, um Produkte, Anwendungen und fachliche Zusammenhänge sicher einzuordnen. Diese Rubrik bündelt zentrale Fachwörter und Begriffe aus Bautechnik, Hydraulik sowie Seil- und Hebetechnik.
Die Inhalte sind als digitales Nachschlagewerk alphabetisch und übersichtlich aufbereitet. Sie helfen dabei, Abkürzungen, Bezeichnungen und technische Begriffe schneller zu verstehen und im jeweiligen Anwendungskontext richtig einzuordnen.
FACHWISSEN
Fachbegriffe von A-Z
Von Ablegereife bis Zurrpunkt – zentrale Fachwörter und Begriffe aus Bautechnik, Hydraulik sowie Seil- und Hebetechnik verständlich erklärt. Unser kompaktes Nachschlagewerk hilft dabei, technische Inhalte schneller einzuordnen und sicherer anzuwenden.
A
Ablegereife
Die Ablegereife bezeichnet den Zustand, in dem Anschlagmittel, Zurrmittel, Seile, Ketten oder andere Arbeitsmittel nicht mehr sicher verwendet werden dürfen. Gründe können Verschleiß, Beschädigungen, Verformungen, Korrosion, unlesbare Kennzeichnungen oder andere sicherheitsrelevante Mängel sein. Ab diesem Zeitpunkt müssen die Produkte abgelegt, also ausgesondert oder fachgerecht ersetzt werden.
Abhebesicherung
Eine Abhebesicherung verhindert, dass Bauteile, Lastaufnahmemittel oder bewegliche Komponenten unbeabsichtigt aus ihrer Führung oder Lagerung gehoben werden. Sie kommt unter anderem bei Laufkatzen, Krananlagen oder bestimmten Bauteilverbindungen zum Einsatz.
Achsabstand
Der Achsabstand beschreibt den Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier Bauteile, Anker, Bohrungen oder Befestigungspunkte. Er ist wichtig für die sichere Anordnung, Bemessung und Montage von Verbindungen.
Anfahrpuffer
Ein Anfahrpuffer dient dazu, Stöße und Aufprallkräfte zu dämpfen. Er wird beispielsweise eingesetzt, wenn eine Laufkatze das Ende einer Kranbahn erreicht oder wenn sich bewegliche Komponenten annähern. Dadurch werden Konstruktion, Bauteile und Bedienpersonal geschützt.
Anker
Ein Anker ist ein Verbindungselement, das Kräfte in ein Bauteil einleitet oder Bauteile miteinander verbindet. In der Bautechnik kommen Anker zum Beispiel bei Betonfertigteilen, Fassaden, Befestigungen sowie Transport- und Montagesystemen zum Einsatz.
Anschlagart
Die Anschlagart beschreibt die Art und Weise, wie ein Anschlagmittel an der Last eingesetzt wird. Typische Anschlagarten sind der direkte Anschlag, das Schnüren oder das Umschlingen. Die gewählte Anschlagart beeinflusst die zulässige Tragfähigkeit.
Anschlagen
Anschlagen bedeutet, eine Last fachgerecht mit einem Anschlagmittel am Kranhaken oder Hebezeug zu befestigen. Ziel ist eine sichere Verbindung zwischen Last und Hebevorrichtung, damit die Last kontrolliert gehoben, bewegt und abgesetzt werden kann.
Anschläger
Der Anschläger ist die Person, die eine Last fachgerecht vorbereitet, anschlägt und den Hebevorgang begleitet. Er arbeitet eng mit dem Kranführer zusammen und trägt wesentlich zur Sicherheit beim Heben und Bewegen von Lasten bei.
Anschlagkette
Eine Anschlagkette ist ein Anschlagmittel aus hochfesten Kettengliedern. Sie wird vor allem bei schweren, heißen, scharfkantigen oder robusten Lasten eingesetzt und ist in verschiedenen Güteklassen erhältlich.
Anschlagmittel
Anschlagmittel stellen die Verbindung zwischen Tragmittel, Lastaufnahmemittel und Last her. Dazu gehören zum Beispiel Anschlagketten, Drahtseile, Hebebänder, Rundschlingen oder spezielle Gehänge.
Anschlagpunkt
Ein Anschlagpunkt ist eine definierte Stelle, an der ein Anschlagmittel, Hebezeug oder Lastaufnahmemittel sicher befestigt wird. In der Bautechnik kann er zum Beispiel zum Heben, Transportieren oder Montieren von Betonfertigteilen dienen.
Appretur
Eine Appretur ist eine spezielle Oberflächenbehandlung von Textilien. Bei Hebebändern oder Rundschlingen kann sie dazu beitragen, Abrieb, Feuchtigkeitseinfluss oder Verschmutzung zu reduzieren.
Arbeitsdruck
Der Arbeitsdruck beschreibt den Druck, mit dem ein hydraulisches System im normalen Betrieb arbeitet. Er muss zu den eingesetzten Komponenten wie Pumpen, Schläuchen, Ventilen und Zylindern passen.
Arbeitsmittel
Arbeitsmittel sind Maschinen, Geräte, Werkzeuge, Anlagen oder Einrichtungen, die zur Arbeit verwendet werden. Dazu zählen unter anderem Hebezeuge, Anschlagmittel, Hydraulikkomponenten und Prüfmittel.
Auflager
Ein Auflager ist der Bereich, über den ein Bauteil seine Lasten an ein anderes Bauteil, eine Konstruktion oder den Untergrund weitergibt. Auflager sind wichtig für die sichere Lastabtragung und müssen passend zur Bauteilgeometrie, Belastung und Einbausituation ausgeführt sein.
Ausschalen
Ausschalen bezeichnet das Entfernen der Schalung, nachdem der Beton ausreichend erhärtet ist. Der richtige Zeitpunkt hängt unter anderem von Bauteil, Betonzusammensetzung, Temperatur und erforderlicher Festigkeit ab.
Ausschreibungstext
Ein Ausschreibungstext oder LV-Text beschreibt eine Bauleistung, ein Produkt oder ein System so, dass es in einem Leistungsverzeichnis verwendet werden kann. Er enthält technische Anforderungen, Ausführungsmerkmale und relevante Leistungsangaben und unterstützt Planer, Ingenieurbüros und ausschreibende Stellen bei der eindeutigen Beschreibung einer geforderten Leistung.
Axialzug
Axialzug ist eine Zugbelastung entlang der Längsachse eines Bauteils, Verbindungsmittels oder Ankers. Die Kraft wirkt in Achsrichtung, zum Beispiel gerade aus einem Bauteil heraus.
B
Balancer
Mit einem Balancer, auch Lastausgleichsgerät genannt, lassen sich Lasten beim Heben kontrolliert ausgleichen. Dieses Hebehilfsmittel unterstützt das präzise Heben, Halten und Positionieren von Bauteilen oder Werkzeugen und erleichtert die Handhabung schwerer oder unhandlicher Lasten.
Bandschlinge
Eine Bandschlinge ist ein endlos vernähtes Hebeband. Sie wird zum Anschlagen von Lasten verwendet und eignet sich besonders für empfindliche Oberflächen, da sie die Last großflächig aufnimmt.
Bauhöhe
Die Bauhöhe beschreibt den vertikalen Abstand zwischen definierten Bezugspunkten eines Hebezeugs, etwa zwischen Trägerunterkante und Lasthaken. Eine geringe Bauhöhe ist besonders dort wichtig, wo wenig Platz nach oben vorhanden ist.
Bauteildicke
Die Bauteildicke beschreibt die Dicke eines Betonbauteils oder Fertigteils. Sie ist unter anderem wichtig für die Auswahl und Anwendung von Ankern, Einbauteilen, Befestigungen und Montagesystemen.
Beanspruchungsgruppe
Die Beanspruchungsgruppe beschreibt, wie stark und wie häufig ein Tragwerk, eine Krananlage oder eine Traverse im Betrieb belastet wird. Sie ist eine wichtige Grundlage für Auslegung, Lebensdauer und sichere Nutzung.
Befähigte Person
Eine befähigte Person verfügt über die erforderliche Ausbildung, Erfahrung und Fachkenntnis, um Arbeitsmittel sachgerecht zu prüfen. Sie beurteilt, ob ein Produkt oder eine Anlage weiterhin sicher verwendet werden kann.
Befestigungstechnik
Befestigungstechnik umfasst Produkte und Systeme, mit denen Bauteile sicher miteinander verbunden oder an tragenden Untergründen befestigt werden. Dazu gehören Anker, Schrauben, Dübel, Einbauteile, Schienen und Verbindungssysteme.
Beschlagteil
Beschlagteile sind hochfeste End- oder Verbindungselemente an Anschlagmitteln. Sie ermöglichen das sichere Einhängen in Haken, Ösen oder andere Lastaufnahmepunkte.
Bestimmungsgemäße Verwendung
Die bestimmungsgemäße Verwendung beschreibt den Einsatz eines Produkts entsprechend den Herstellerangaben, technischen Vorgaben und vorgesehenen Einsatzbedingungen. Eine abweichende Nutzung kann die Sicherheit beeinträchtigen.
Betonage
Betonage bezeichnet das Einbringen von Frischbeton in Schalung, Form oder Bauteilbereich. Dazu gehören auch das fachgerechte Verteilen, Verdichten und Nachbehandeln des Betons, damit das Bauteil die geforderte Qualität und Festigkeit erreicht.
Betonfertigteil
Ein Betonfertigteil ist ein industriell vorgefertigtes Bauteil aus Beton oder Stahlbeton. Es wird auf der Baustelle montiert und benötigt dafür häufig spezielle Transport-, Hebe- und Befestigungssysteme.
Betriebskoeffizient
Der Betriebskoeffizient beschreibt das Verhältnis zwischen Mindestbruchkraft und zulässiger Tragfähigkeit. Er wird häufig auch als Sicherheitsfaktor bezeichnet und sorgt dafür, dass Produkte nicht an ihrer Belastungsgrenze betrieben werden.
Betriebssicherheitsverordnung
Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) regelt die sichere Bereitstellung und Verwendung von Arbeitsmitteln. Sie ist eine wichtige Grundlage für Prüfpflichten, Gefährdungsbeurteilungen und den sicheren Betrieb technischer Einrichtungen.
Bewehrung
Bewehrung ist die Einlage aus Stahl oder anderen Werkstoffen, die Betonbauteile verstärkt. Sie nimmt vor allem Zugkräfte auf und ergänzt damit die hohe Druckfestigkeit des Betons.
Bügelband
Ein Bügelband ist ein Hebeband mit hochfesten Beschlagteilen an den Enden. Es verbindet die Vorteile textiler Anschlagmittel mit robusten metallischen Anschlusselementen.
C
C-Haken
Ein C-Haken ist ein Lastaufnahmemittel in C-förmiger Bauform. Er wird vor allem zum Aufnehmen, Heben und Transportieren von Lasten mit mittiger Öffnung eingesetzt, zum Beispiel Coils, Ringe, Rollen oder ähnliche Bauteile. Durch seine Form kann der C-Haken seitlich in die Last eingeführt werden und diese sicher aufnehmen. Entscheidend sind Tragfähigkeit, Lastschwerpunkt und die passende Ausführung für die jeweilige Anwendung.
CE-Kennzeichnung
Die CE-Kennzeichnung zeigt an, dass ein Produkt die grundlegenden Anforderungen der einschlägigen europäischen Richtlinien erfüllt. Sie ist keine Qualitätsauszeichnung, sondern eine Konformitätserklärung des Herstellers oder Inverkehrbringers.
CEN
CEN steht für das Europäische Komitee für Normung. Es entwickelt europäische Normen, die technische Anforderungen vereinheitlichen und den freien Warenverkehr innerhalb Europas unterstützen.
Chemische Beständigkeit
Chemische Beständigkeit beschreibt, wie widerstandsfähig ein Material gegenüber Chemikalien, Ölen, Säuren, Laugen oder anderen Stoffen ist. Bei Hebebändern, Hydraulikschläuchen oder Dichtungen ist sie ein wichtiger Auswahlfaktor.
Carbonbeton
Carbonbeton ist ein Verbundwerkstoff aus Beton und Carbonbewehrung. Er ermöglicht schlankere Bauteile, hohe Tragfähigkeit und korrosionsfreie Bewehrung, stellt aber besondere Anforderungen an Befestigung und Montage.
D
daN
daN steht für Dekanewton und ist eine Maßeinheit für Kraft. 1 daN entspricht 10 Newton und wird in der Hebe- und Zurrtechnik häufig verwendet, weil er näherungsweise der Gewichtskraft von 1 kg entspricht.
Davit-Arm
Ein Davit-Arm ist ein schwenkbarer Ausleger zur Sicherung, Rettung oder zum kontrollierten Heben und Ablassen von Personen oder Lasten. Er wird unter anderem bei Arbeiten in engen Räumen, an Absturzkanten oder bei temporären Hebe- und Zugangssystemen eingesetzt.
DGUV
DGUV ist die Abkürzung für Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Dies ist der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand in Deutschland. Die Regeln, Informationen und Grundsätze der DGUV geben Orientierung für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Prävention im betrieblichen Alltag.
Diagonalzurren
Beim Diagonalzurren wird eine Ladung über Zurrmittel in mehrere Richtungen gesichert. Diese Methode verbindet kraft- und formschlüssige Sicherung und wird vor allem bei schweren oder bewegungsgefährdeten Ladungen eingesetzt.
DIN CERTCO
DIN CERTCO ist eine Zertifizierungsgesellschaft für Konformitätsbewertungen. Sie prüft und zertifiziert Produkte, Dienstleistungen, Unternehmen und Personen nach festgelegten Anforderungen. Historisch geht DIN CERTCO auf die frühere Deutsche Gesellschaft für Warenkennzeichnung mbH (DGWK) zurück, die 1972 zur Vergabe von DIN-Zeichen für normkonforme Produkte gegründet und 1995 in DIN CERTCO umbenannt wurde.
Dichtung
Eine Dichtung verhindert das Austreten von Flüssigkeiten oder das Eindringen von Schmutz, Luft oder Feuchtigkeit. In der Hydraulik sind Dichtungen entscheidend für Druckhaltung, Funktion und Lebensdauer des Systems.
Direktzurren
Beim Direktzurren werden Zurrmittel direkt zwischen Ladung und Zurrpunkten befestigt. Die Sicherung erfolgt über die Zugkräfte im Zurrmittel und setzt geeignete Anschlag- oder Befestigungspunkte voraus.
Dornhülse
Eine Dornhülse ist ein Einbauteil zur Aufnahme oder Führung eines Dorns. In der Bautechnik wird sie unter anderem zur Lagesicherung, Verbindung oder Montage von Betonfertigteilen eingesetzt. Sie ermöglicht eine definierte Positionierung und Kraftübertragung zwischen Bauteilen.
Drahtseil
Ein Drahtseil besteht aus mehreren Litzen, die wiederum aus Einzeldrähten aufgebaut sind. Je nach Konstruktion, Einlage und Schlagart eignet es sich für unterschiedliche Anwendungen in Hebetechnik, Architektur, Industrie und Sicherungstechnik.
Drallarm
Drallarme Seile sind so konstruiert, dass sie unter Last nur geringe Drehkräfte entwickeln. Sie werden eingesetzt, wenn ein Verdrehen der Last reduziert werden soll.
Druckbegrenzungsventil
Ein Druckbegrenzungsventil schützt hydraulische Systeme vor zu hohem Druck. Wird ein eingestellter Grenzwert überschritten, öffnet das Ventil und leitet den Volumenstrom ab.
Druckfestigkeitsklasse
Die Druckfestigkeitsklasse beschreibt die Festigkeit von Beton gegenüber Druckbelastung. Sie gibt an, welche charakteristische Druckfestigkeit ein Beton erreicht und ist eine wichtige Grundlage für Bemessung, Planung und Auswahl geeigneter Bauteile, Anker und Befestigungen.
Druckleitung
Eine Druckleitung transportiert Hydraulikflüssigkeit unter Druck von der Pumpe zu den Verbrauchern. Sie muss für den vorgesehenen Betriebsdruck, Temperaturbereich und Volumenstrom ausgelegt sein.
E
Einbauteil
Ein Einbauteil wird bereits während der Herstellung eines Betonbauteils integriert. Es dient später zum Heben, Transportieren, Befestigen oder Verbinden des Bauteils.
Einlegeart
Die Einlegeart beschreibt die Ausführung des Seilkerns bei Drahtseilen. Je nach Aufbau kann die Einlage aus Faserstoff, Naturfaser, Kunstfaser, Stahldraht, einem eigenständigen Stahlseil oder einer Drahtlitze bestehen. Die Einlegeart beeinflusst unter anderem Flexibilität, Formstabilität, Belastbarkeit und Einsatzverhalten des Seils.
Einschaltdauer
Die Einschaltdauer beschreibt, wie lange ein elektrisches oder mechanisches Gerät innerhalb eines bestimmten Zeitraums betrieben werden darf. Bei Hebezeugen ist sie wichtig, um Überlastung und Überhitzung zu vermeiden.
Elastizität
Elastizität bezeichnet die Fähigkeit eines Materials, sich unter Belastung zu verformen und danach in seine ursprüngliche Form zurückzukehren. In der Hebe- und Bautechnik beeinflusst sie Verhalten, Sicherheit und Lebensdauer von Bauteilen.
EN-Norm
EN-Normen sind europäische Normen, die technische Anforderungen innerhalb Europas vereinheitlichen. Sie schaffen gemeinsame Standards für Sicherheit, Qualität und Vergleichbarkeit von Produkten.
Endverbindung
Eine Endverbindung bildet den Abschluss eines Seils, Bandes oder einer Kette. Beispiele sind Schlaufen, Pressklemmen, Haken, Ösen oder Beschlagteile.
ETA
Eine ETA ist die Europäische Technische Bewertung für ein Bauprodukt. Sie beschreibt die bewerteten Leistungsmerkmale eines Produkts und kann Grundlage für die CE-Kennzeichnung und die Leistungserklärung sein.
F
Fasereinlage
Die Fasereinlage bildet den Kern eines Drahtseils und kann aus Natur- oder Chemiefasern bestehen. Sie beeinflusst Flexibilität, Schmierstoffaufnahme und Verformungsverhalten des Seils.
Fertigteilwerk
Ein Fertigteilwerk (in der Schweiz: Elementwerk) ist ein Produktionsbetrieb, in dem Betonfertigteile industriell hergestellt werden. Dort entstehen zum Beispiel Wände, Decken, Stützen, Treppen, Fassadenelemente oder Sonderbauteile aus Beton. Einbauteile, Transportanker und Befestigungssysteme werden häufig bereits während der Herstellung integriert, damit die Fertigteile später sicher gehoben, transportiert und montiert werden können.
Festende
Das Festende ist der Teil eines Zurrgurtes, der mit Spannelement und Verbindungselement ausgestattet ist. Es wird am Zurrpunkt befestigt und dient zum Aufbau der Vorspannkraft.
Festigkeitsklasse
Die Festigkeitsklasse beschreibt die mechanische Belastbarkeit eines Verbindungselements oder Bauteils. Sie ist wichtig für die sichere Auswahl von Schrauben, Ankern, Ketten oder anderen tragenden Komponenten.
Feststellvorrichtung
Eine Feststellvorrichtung fixiert bewegliche Bauteile in einer definierten Position. Bei Laufkatzen kann sie zum Beispiel verhindern, dass sich das Fahrwerk unbeabsichtigt bewegt.
Flachstahlanker
Ein Flachstahlanker ist ein Anker aus flachem Stahlmaterial, der Kräfte in Betonbauteile einleiten kann. Er wird in der Bautechnik unter anderem für Transport-, Montage- oder Befestigungsaufgaben eingesetzt.
Flämisches Auge
Ein flämisches Auge ist eine spezielle Seilendverbindung bei Drahtseilen. Dabei wird das Seilende aufgeteilt, zu einer Schlaufe gelegt und anschließend mit einer Pressklemme gesichert. Durch den symmetrischen Aufbau können Kräfte gleichmäßig in das Seil eingeleitet werden. Flämische Augen werden unter anderem bei Anschlagseilen eingesetzt.
Formschluss
Formschluss liegt vor, wenn Bauteile oder Ladung durch ihre Form, Anschläge, Begrenzungen oder Keile gegen Bewegung gesichert werden. In der Ladungssicherung gilt Formschluss als besonders wirksame Sicherungsart.
Förderstrom
Der Förderstrom beschreibt die Menge an Hydraulikflüssigkeit, die eine Pumpe pro Zeiteinheit bewegt. Er beeinflusst die Geschwindigkeit von Zylindern, Motoren und anderen hydraulischen Verbrauchern.
Frischbeton
Frischbeton ist Beton, der noch verarbeitet werden kann und noch nicht erhärtet ist. Er wird in Schalungen, Formen oder Bauteilbereiche eingebracht und anschließend verdichtet. Seine Eigenschaften beeinflussen Verarbeitung, Oberflächenqualität und spätere Festigkeit des Bauteils.
Fuge
Eine Fuge ist ein Zwischenraum oder Anschlussbereich zwischen zwei Bauteilen. In der Bautechnik können Fugen Bewegungen aufnehmen, Bauteile voneinander trennen oder nach der Montage verfüllt werden. Bei Betonfertigteilen spielen Fugen eine wichtige Rolle für Passgenauigkeit, Verbindung und Verguss.
G
Gefahrenbereich
Der Gefahrenbereich ist der Bereich, in dem Personen durch Arbeitsmittel, Lastbewegungen, Druck, Bewegung oder herabfallende Gegenstände gefährdet werden können. Er muss je nach Anwendung abgesichert oder freigehalten werden.
Gelege
Das Gelege ist das tragende Innenelement einer Rundschlinge. Es besteht aus endlos gelegten Garnsträngen und wird durch einen Schutzschlauch vor Abrieb, Schmutz und Beschädigung geschützt.
Gelenkkopf
Ein Gelenkkopf ist ein bewegliches Verbindungselement, das Winkelbewegungen aufnehmen kann. In hydraulischen Anwendungen wird er häufig an Zylindern eingesetzt, um Bewegungen auszugleichen.
Gewindeanker
Ein Gewindeanker ist ein Anker mit Innen- oder Außengewinde zur Aufnahme passender Befestigungs-, Verbindungs- oder Lastaufnahmemittel. In der Bautechnik wird er unter anderem eingesetzt, um Betonfertigteile zu heben, zu montieren oder mit anderen Bauteilen zu verbinden.
Gewindehülse
Eine Gewindehülse ist ein Einbauteil mit Innengewinde. Sie wird in Betonbauteile integriert und ermöglicht später das Einschrauben passender Verbindungselemente, Befestigungsmittel oder Lastaufnahmemittel. Entscheidend sind passende Gewindegröße, Einbausituation und zulässige Belastung.
Gleichschlag
Beim Gleichschlag verlaufen Drähte und Litzen eines Drahtseils in derselben Schlagrichtung. Dadurch entstehen bestimmte Eigenschaften in Bezug auf Flexibilität, Verschleißverhalten und Einsatzmöglichkeiten.
Gleitreibbeiwert
Der Gleitreibbeiwert beschreibt die Reibung zwischen zwei Oberflächen während der Bewegung. In der Ladungssicherung ist er ein wichtiger Faktor für die Berechnung der erforderlichen Sicherungskräfte.
Greifer
Ein Greifer ist ein Lastaufnahmemittel zum sicheren Aufnehmen, Halten und Bewegen von Lasten. Je nach Ausführung greift, klemmt oder umschließt er das Bauteil und ermöglicht so den Transport mit Kran oder Hebezeug. Greifer werden unter anderem für Platten, Profile, Rohre, Schienen oder spezielle Bauteilgeometrien eingesetzt.
Grummet
Unter Grummet versteht man ein endlos gelegtes Anschlagseil aus Drahtseil oder Litze. Es wird als Anschlagmittel zum Heben und Bewegen von Lasten eingesetzt und bildet eine geschlossene Seilschlinge ohne klassische Endverbindung. Grummets kommen vor allem dort zum Einsatz, wo robuste, flexible und hoch belastbare Anschlaglösungen benötigt werden.
Güteklasse
Die Güteklasse beschreibt die Festigkeit und Belastbarkeit von Ketten. Bei Anschlagketten werden häufig die Güteklassen 8, 10 und 12 unterschieden. Güteklasse 8 gilt als bewährter Standard und zeichnet sich durch hohe Belastbarkeit und Verschleißfestigkeit aus. Ketten der Güteklasse 10 bieten bei gleichem Nenndurchmesser eine um etwa 25 % höhere Tragfähigkeit. Die Güteklasse 12 ermöglicht eine nochmals höhere Tragfähigkeit bei reduziertem Eigengewicht und eignet sich besonders für anspruchsvolle Hebeanwendungen.
H
Haftreibbeiwert
Der Haftreibbeiwert beschreibt die Reibung zwischen zwei ruhenden Oberflächen. Je höher der Wert, desto besser kann eine Ladung allein durch Reibung gegen Verrutschen gesichert werden.
Haken
Ein Haken ist ein Lastaufnahmemittel oder Verbindungselement zum Einhängen von Anschlagmitteln, Lasten oder Gehängen. Sicherheitsverschlüsse können verhindern, dass sich die Verbindung unbeabsichtigt löst.
Hakengrund
Der Hakengrund ist der innere Auflagebereich eines Hakens. Dort sollen Anschlagmittel oder Verbindungselemente sicher sitzen, damit die Last korrekt eingeleitet wird. Eine Belastung an der Hakenspitze ist zu vermeiden.
Handflaschenzug
Ein Handflaschenzug ist ein manuell betriebenes Hebezeug. Durch Ziehen an einer Handkette wird eine Last über eine Lastkette angehoben oder abgesenkt.
Harmonisierte Normen
Harmonisierte Normen sind europäische Normen, die technische Anforderungen aus EU-Richtlinien oder EU-Verordnungen konkretisieren. Sie unterstützen Hersteller und Anwender dabei, gesetzliche Sicherheits- und Leistungsanforderungen nachvollziehbar umzusetzen.
Hebeband
Ein Hebeband ist ein textiles Anschlagmittel, meist aus Polyester. Es eignet sich besonders für empfindliche Lasten, da es breite Auflageflächen bietet und Oberflächen schont.
Hebezeug
Ein Hebezeug ist eine Vorrichtung zum Heben und Senken frei hängender Lasten. Es kann manuell, elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch betrieben werden.
Hebelzug
Ein Hebelzug ist ein manuelles Hebezeug mit Hebelbedienung. Er eignet sich nicht nur zum Heben und Senken, sondern auch zum Ziehen, Spannen und Positionieren von Lasten.
Hubgeschwindigkeit
Die Hubgeschwindigkeit gibt an, wie schnell eine Last angehoben oder abgesenkt wird. Sie ist abhängig vom Hebezeug, der Last, der Antriebsart und der Auslegung des Systems.
Hülsenanker
Ein Hülsenanker ist ein Anker mit Hülse oder Innengewinde zur Aufnahme passender Schrauben, Verbindungselemente oder Lastaufnahmemittel. In der Bautechnik wird er zum Befestigen, Montieren oder Verbinden von Betonbauteilen eingesetzt. Entscheidend sind Einbausituation, Gewindegröße und zulässige Belastung.
Hydraulik
Hydraulik nutzt Flüssigkeiten zur Übertragung von Kraft und Bewegung. Sie kommt überall dort zum Einsatz, wo hohe Kräfte präzise, kompakt und zuverlässig übertragen werden müssen.
Hydraulikaggregat
Ein Hydraulikaggregat erzeugt den benötigten Druck und Volumenstrom für ein hydraulisches System. Es besteht typischerweise aus Motor, Pumpe, Tank, Ventilen, Filtern und Steuerungskomponenten.
Hydraulikschlauch
Ein Hydraulikschlauch transportiert Hydraulikflüssigkeit zwischen Komponenten eines Systems. Er muss druckfest, flexibel und für Medium, Temperatur und Einsatzbedingungen geeignet sein.
Hydraulikzylinder
Ein Hydraulikzylinder wandelt hydraulische Energie in lineare Bewegung um. Er wird zum Heben, Drücken, Ziehen, Spannen oder Positionieren verwendet.
I
Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme bezeichnet den erstmaligen bestimmungsgemäßen Einsatz eines Produkts, Systems oder Arbeitsmittels. Vorher müssen Montage, Prüfung und Funktion kontrolliert werden.
Instandhaltung
Instandhaltung umfasst Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung technischer Systeme. Sie dient dazu, Funktion, Sicherheit und Lebensdauer dauerhaft zu erhalten.
Inverkehrbringen
Inverkehrbringen bedeutet, ein Produkt erstmals auf dem Markt bereitzustellen oder für den Eigengebrauch herzustellen. Für Maschinen und sicherheitsrelevante Produkte sind dabei gesetzliche Anforderungen zu beachten.
ISO-Norm
ISO-Normen sind internationale Standards. Sie schaffen weltweit vergleichbare Anforderungen an Qualität, Sicherheit, Prozesse oder technische Produkte.
J
.
K
Kabelschlagseil
Ein Kabelschlagseil besteht aus mehreren Seilen, die wiederum um eine gemeinsame Einlage verseilt sind. Diese Konstruktion wird bei besonderen Anforderungen an Flexibilität, Tragverhalten oder Aufbau eingesetzt.
Kantenradius
Der Kantenradius beschreibt die Rundung einer Kante. Bei Anschlagmitteln ist er besonders wichtig, weil scharfe Kanten Hebebänder, Rundschlingen oder Seile beschädigen können.
Kausche
Eine Kausche ist eine eingelegte Form- oder Schutzeinlage in einer Seilschlaufe. Sie stabilisiert das Auge des Seils, schützt es vor Abrieb und verhindert, dass die Schlaufe unter Belastung zu stark zusammengedrückt wird. Kauschen werden häufig bei Drahtseilen eingesetzt, wenn eine dauerhafte oder wiederkehrend belastete Seilendverbindung benötigt wird.
Kennzeichnungsanhänger
Ein Kennzeichnungsanhänger enthält wichtige Angaben wie Tragfähigkeit, Norm, Hersteller, Werkstoff oder Seriennummer. Er muss gut lesbar sein, da er Grundlage für sichere Auswahl und Anwendung ist.
Kettenfreischaltung
Die Kettenfreischaltung ermöglicht das schnelle manuelle Verstellen einer unbelasteten Lastkette. So kann der Haken leichter in die gewünschte Position gebracht werden.
Kettenkartei / Kettenkarteikarte
Eine Kettenkartei oder Kettenkarteikarte dokumentiert wichtige Angaben zu einer Anschlagkette, etwa Kennzeichnung, Ausführung, Tragfähigkeit und durchgeführte Prüfungen. Sie dient der Nachverfolgbarkeit und unterstützt den Nachweis, dass vorgeschriebene Prüfungen sachgerecht erfasst wurden.
Kettenspeicher
Der Kettenspeicher nimmt den unbelasteten Teil der Lastkette auf. Er verhindert, dass die Kette lose herabhängt oder unkontrolliert auf dem Boden liegt.
Kettenstreifer
Ein Kettenstreifer unterstützt den sauberen Lauf der Lastkette im Hebezeug. Er trägt dazu bei, Fehlführungen und Störungen im Kettenlauf zu vermeiden.
Kinken / Klanken
Kinken oder Klanken sind bleibende Verformungen an Drahtseilen, die durch Verdrehung, falsches Abrollen oder unsachgemäße Handhabung entstehen können. Sie schädigen den Seilverband und beeinträchtigen die sichere Verwendung. Anschlagseile mit Kinken oder Klanken dürfen nicht weiterverwendet werden.
kN
kN steht für Kilonewton und ist eine Maßeinheit für Kraft. 1 kN entspricht 1.000 Newton. In der Bautechnik sowie in der Seil- und Hebetechnik wird kN häufig verwendet, um Kräfte, Lasten oder Tragfähigkeiten anzugeben.
Kolben
Der Kolben ist ein bewegliches Bauteil im Hydraulikzylinder. Durch den Druck der Hydraulikflüssigkeit wird er bewegt und erzeugt die gewünschte Kraft oder Bewegung.
Kompaktanker
Ein Kompaktanker ist ein Transportanker mit kompakter Bauform. Er wird eingesetzt, wenn Betonfertigteile sicher gehoben oder transportiert werden sollen und nur begrenzter Bauraum zur Verfügung steht. Seine Ausführung richtet sich nach Bauteilgeometrie, Tragfähigkeit und Anwendung.
Konformitätserklärung
Mit der Konformitätserklärung bestätigt der Hersteller, dass ein Produkt die relevanten gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Sie ist eng mit der CE-Kennzeichnung verbunden.
Konformitätsvermutung
Konformitätsvermutung bedeutet: Wenn ein Produkt nach einer harmonisierten Norm hergestellt oder bewertet wurde, wird vermutet, dass es die von dieser Norm abgedeckten gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Sie ersetzt nicht die Verantwortung des Herstellers, unterstützt aber den Nachweis der Konformität.
Krafteinleitung
Krafteinleitung beschreibt, wie Kräfte aus Lasten, Ankern, Befestigungen oder Verbindungselementen in ein Bauteil übertragen werden. Eine sichere Krafteinleitung ist entscheidend für Tragfähigkeit, Stabilität und Gebrauchstauglichkeit einer Konstruktion.
Kran
Ein Kran ist ein Arbeitsmittel zum Heben und Bewegen von Lasten. Er kann Lasten nicht nur vertikal heben, sondern auch horizontal verfahren oder schwenken.
Kreuzschlag
Beim Kreuzschlag verlaufen die Drähte in den Außenlitzen entgegengesetzt zur Schlagrichtung der Litzen im Seil. Diese Seilkonstruktion ist weit verbreitet und bietet ein ausgewogenes Betriebsverhalten.
Kugelkopfanker
Ein Kugelkopfanker ist ein Transportanker für Betonfertigteile. Er wird in das Bauteil einbetoniert und mit einem passenden Lastaufnahmemittel verbunden, um das Fertigteil sicher zu heben, zu bewegen oder zu montieren. Die Auswahl richtet sich nach Lastfall, Bauteildicke und zulässiger Tragfähigkeit.
L
Laschendorn
Ein Laschendorn ist ein Verbindungselement zur Lagesicherung von Stahlbeton-Fertigteilen, beispielsweise von Wandelementen. Er stellt eine konstruktive Verbindung zwischen zwei Betonelementen her und unterstützt deren präzise Positionierung bei Montage und Einbau. Typisch ist eine Winkel- oder Laschenkonstruktion mit angeschweißtem Dorn, der in eine passende Hülse oder Aufnahme eingeführt wird.
Lastaufnahmeeinrichtung
Lastaufnahmeeinrichtungen umfassen Tragmittel, Anschlagmittel und Lastaufnahmemittel. Sie bilden die Verbindung zwischen Hebezeug und Last und sind entscheidend für einen sicheren Hebevorgang.
Lastaufnahmemittel
Lastaufnahmemittel, kurz: LAM, sind nicht dauerhaft mit dem Hebezeug verbunden und dienen dazu, die Last aufzunehmen. Beispiele sind Traversen, Greifer, Hebeklemmen, C-Haken oder Lasthebemagnete.
Lasthebemagnet
Ein Lasthebemagnet nimmt magnetisierbare Werkstücke über Magnetkraft auf. Tragfähigkeit und Sicherheit hängen stark von Material, Oberfläche, Luftspalt und Werkstückdicke ab.
Lastkette
Die Lastkette ist das tragende Element eines Kettenzugs. Sie überträgt die Kraft zwischen Hebezeug und Last und muss regelmäßig geprüft werden.
Lastklasse
Die Lastklasse beschreibt die zulässige Belastung eines Ankers, Lastaufnahmemittels oder Systems innerhalb einer festgelegten Einstufung. Bei Transportankern unterstützt sie die Auswahl geeigneter Komponenten für das sichere Heben, Bewegen und Montieren von Betonfertigteilen.
Lastkettenrad
Das Lastkettenrad führt und bewegt die Lastkette im Hebezeug. Seine Form muss exakt zur Kette passen, damit ein sicherer und gleichmäßiger Lauf gewährleistet ist.
Lastwechsel
Ein Lastwechsel beschreibt den Wechsel zwischen Belastung und Entlastung oder zwischen unterschiedlichen Belastungszuständen eines Bauteils, Hebezeugs oder Systems. Häufige Lastwechsel können zu Materialermüdung führen und beeinflussen die Lebensdauer von Bauteilen, Seilen, Ketten, Hydraulikkomponenten und Tragwerken.
Laufkatze
Eine Laufkatze ist ein verfahrbares Fahrwerk für Hebezeuge. Sie bewegt sich auf einem Träger oder einer Schiene und ermöglicht das horizontale Verfahren der Last.
Leckage
Leckage bezeichnet das unbeabsichtigte Austreten von Hydraulikflüssigkeit oder anderen Medien. Sie kann zu Funktionsverlust, Verschmutzung und Sicherheitsrisiken führen.
Leistungserklärung
Die Leistungserklärung ist ein Dokument für Bauprodukte, in dem der Hersteller die erklärten Leistungsmerkmale seines Produkts angibt. Sie kann Grundlage für die CE-Kennzeichnung sein und macht die Produktleistung nachvollziehbar.
Litze
Eine Litze besteht aus mehreren Drähten, die schraubenförmig um einen Kerndraht angeordnet sind. Mehrere Litzen bilden zusammen ein Drahtseil.
Litzenseil
Ein Litzenseil ist ein Drahtseil, das aus mehreren Litzen aufgebaut ist. Die Seilkonstruktion beeinflusst Flexibilität, Tragfähigkeit, Verschleißverhalten und Einsatzgebiet.
Losende
Das Losende ist der frei bewegliche Teil eines Zurrgurtes. Es wird durch das Spannelement geführt und dient zum Einstellen der benötigten Gurtlänge.
Luftspalt
Der Luftspalt ist der Abstand zwischen Magnetfläche und Werkstück. Schon kleine Luftspalte durch Lack, Rost, Schmutz oder unebene Oberflächen können die Tragfähigkeit eines Lasthebemagneten deutlich reduzieren.
M
Magnetfeld
Ein Magnetfeld entsteht zwischen den Polflächen eines Magneten. Bei Lasthebemagneten ist es die Grundlage für das sichere Aufnehmen magnetisierbarer Lasten.
Magnetkraftlinien
Magnetkraftlinien beschreiben den Verlauf eines Magnetfeldes. Je dichter die Kraftlinien im Kontaktbereich sind, desto stärker ist die mögliche Haftkraft.
Magnetrissprüfung
Die Magnetrissprüfung ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren zum Nachweis von Rissen an oder nahe der Oberfläche ferromagnetischer Werkstoffe. Dabei werden kleinste Risse durch ein Magnetfeld und ein fluoreszierendes Prüfmittel sichtbar gemacht.
Manometer
Ein Manometer zeigt den Druck in einem hydraulischen oder pneumatischen System an. Es dient der Kontrolle, Diagnose und sicheren Einstellung von Anlagen.
Maschinenrichtlinie
Die Maschinenrichtlinie legt grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen an Maschinen fest. Sie bildet eine wichtige Grundlage für Konstruktion, Herstellung und Inverkehrbringen von Maschinen in Europa.
Mindestbauteildicke
Die Mindestbauteildicke beschreibt die erforderliche Dicke eines Bauteils, damit ein Anker, Einbauteil oder Befestigungssystem sicher verwendet werden kann. Sie ist abhängig von System, Lastfall, Einbausituation und technischen Vorgaben.
Mindestbruchkraft
Die Mindestbruchkraft ist die Kraft, bei der ein Produkt unter definierten Bedingungen mindestens versagen darf. Sie liegt deutlich über der zulässigen Tragfähigkeit und ist Grundlage für Sicherheitsfaktoren.
Montageanker
Ein Montageanker dient dem sicheren Befestigen, Positionieren oder Montieren von Bauteilen. In der Bautechnik wird er häufig bei Betonfertigteilen und schweren Konstruktionen eingesetzt.
Montagemörtel
Montagemörtel ist ein Mörtel für Befestigungs-, Montage- und Einbauarbeiten in der Betontechnik. Er wird zum Setzen, Fixieren, Ausrichten oder Verankern von Bauteilen verwendet und eignet sich für Anwendungen, bei denen eine sichere Verbindung und gute Verarbeitbarkeit gefragt sind.
Montagezustand
Der Montagezustand beschreibt die vorübergehende Situation eines Bauteils während Transport, Ausrichtung, Befestigung oder Einbau. In dieser Phase können andere Belastungen auftreten als im späteren Endzustand des Bauwerks.
Mörtel
Mörtel ist ein Baustoff aus Bindemittel, Zuschlag, Wasser und gegebenenfalls Zusatzstoffen. In der Betontechnik wird er unter anderem zum Füllen, Ausgleichen, Fixieren, Verankern oder kraftschlüssigen Verbinden von Bauteilen eingesetzt. Je nach Anwendung unterscheidet man verschiedene Mörtelarten, zum Beispiel Vergussmörtel, Montagemörtel, Mauermörtel oder Putzmörtel.
N
Neigungswinkel
Der Neigungswinkel ist der Winkel zwischen der Senkrechten und dem Anschlagmittel. Je größer der Winkel, desto höher werden die Kräfte in den einzelnen Strängen eines Gehänges.
Neodym-Magnet
Ein Neodym-Magnet ist ein besonders leistungsstarker Permanentmagnet. Er bietet hohe Magnetkraft bei kompakter Bauweise und wird unter anderem in Hebemagneten eingesetzt.
Niederzurren
Beim Niederzurren wird eine Ladung durch Vorspannkraft auf die Ladefläche gedrückt. Dadurch erhöht sich die Reibung, die ein Verrutschen der Ladung verhindern soll.
Niro
Niro ist eine gebräuchliche Kurzbezeichnung für nichtrostenden Stahl. Er wird eingesetzt, wenn Korrosionsbeständigkeit und Langlebigkeit besonders wichtig sind.
Nivellierung
Nivellierung bezeichnet das genaue Ausrichten eines Bauteils, Auflagers oder Einbauteils auf eine vorgegebene Höhe oder Ebene. In der Bautechnik ist sie wichtig, damit Betonfertigteile, Stahlauflager oder Konstruktionselemente passgenau montiert und Lasten sicher übertragen werden können.
Nennweite
Die Nennweite beschreibt die ungefähre innere Größe einer Leitung, eines Rohres oder eines Schlauchs. In der Hydraulik beeinflusst sie Durchfluss, Druckverlust und Leistungsfähigkeit.
Not-Halt
Ein Not-Halt dient dazu, eine Maschine oder Anlage bei Gefahr schnell stillzusetzen. Er soll Risiken für Personen, Lasten und Anlage so weit wie möglich reduzieren.
O
Oberflasche
Die Oberflasche ist die obere, fest angeordnete Umlenkeinheit in einem Seiltrieb. Sie führt das Seil und ist Teil der Kraftübertragung beim Heben von Lasten.
Oberflächenrauheit
Die Oberflächenrauheit beschreibt die Struktur einer Oberfläche. Sie kann Einfluss auf Reibung, Dichtwirkung, Korrosionsverhalten und magnetische Haftkraft haben.
Ortbeton
Ortbeton ist Beton, der direkt auf der Baustelle in die vorbereitete Schalung eingebracht und dort erhärtet. Im Unterschied zu Betonfertigteilen entsteht das Bauteil also nicht vorab im Werk, sondern unmittelbar am späteren Einbauort. Ortbeton wird häufig für Fundamente, Bodenplatten, Decken, Wände, Stützen oder komplexe Bauteilgeometrien eingesetzt, bei denen eine monolithische, durchgehende Konstruktion gewünscht ist. Dabei sind Schalung, Bewehrung, Betoneinbau, Verdichtung und Nachbehandlung entscheidend für Qualität, Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit des Bauteils.
Ölrücklauf
Der Ölrücklauf führt Hydraulikflüssigkeit nach dem Arbeitsprozess zurück in den Tank. Ein sauber ausgelegter Rücklauf reduziert Druckverluste, Schaumbildung und Erwärmung.
P
Permanentmagnet
Ein Permanentmagnet erzeugt ein dauerhaftes Magnetfeld ohne elektrische Energiezufuhr. In Lasthebemagneten wird die Magnetwirkung mechanisch ein- oder ausgeschaltet.
Polfläche
Polflächen sind die Kontaktflächen eines Magneten zum Werkstück. Für eine hohe Tragfähigkeit müssen sie möglichst sauber, eben und vollständig aufliegen.
Polyamid
Polyamid ist ein synthetischer Werkstoff mit hoher Dehnfähigkeit. In der Hebe- und Zurrtechnik spielt es im Vergleich zu Polyester eine geringere Rolle.
Polyester
Polyester ist ein häufig verwendeter Werkstoff für textile Anschlag- und Zurrmittel. Er bietet gute Festigkeit, geringe Dehnung und eine hohe Beständigkeit gegen viele Einflüsse.
Polypropylen
Polypropylen ist ein leichter synthetischer Werkstoff mit relativ hoher Dehnung. In der professionellen Hebetechnik wird er nur eingeschränkt verwendet.
Polyurethan
Polyurethan ist ein widerstandsfähiger Kunststoff mit hoher Abrieb- und Schnittfestigkeit. Es wird unter anderem für Schutzschläuche, Beschichtungen, Rollen und Kantenschutz eingesetzt.
Pressklemme
Eine Pressklemme ist ein Bauteil zur Herstellung von Seilendverbindungen. Durch Verpressen entsteht eine feste Verbindung, zum Beispiel für Schlaufen oder Ösen.
Prüflast
Die Prüflast ist eine definierte Last, mit der Hebezeuge, Anschlagmittel oder Lastaufnahmemittel geprüft werden. Sie liegt in der Regel über der zulässigen Tragfähigkeit, ohne das Produkt zu zerstören.
Prüfzeugnis
Ein Prüfzeugnis dokumentiert die Prüfung eines Produkts oder Arbeitsmittels. Es enthält wichtige Informationen zu Produkt, Prüfumfang, Prüfergebnis und Einsatzfähigkeit.
PSA (Persönliche Schutzausrüstung)
Persönliche Schutzausrüstung, kurz PSA, umfasst Ausrüstung, die Personen vor Gefährdungen bei der Arbeit schützt. Dazu gehören zum Beispiel Schutzhelm, Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz oder Auffanggurte. Welche PSA erforderlich ist, hängt von Tätigkeit, Arbeitsumgebung und Gefährdungsbeurteilung ab.
PSAgA (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz)
PSAgA steht für Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Sie kommt überall dort zum Einsatz, wo Personen bei Arbeiten in der Höhe gegen Absturz gesichert werden müssen. Zur PSAgA gehören unter anderem Auffanggurte, Verbindungsmittel, Falldämpfer, Höhensicherungsgeräte und geeignete Anschlageinrichtungen. Im Unterschied zur allgemeinen PSA ist PSAgA speziell darauf ausgelegt, einen Absturz zu verhindern oder abstürzende Personen sicher aufzufangen.
Pumpe
Die Pumpe erzeugt in einem Hydrauliksystem den benötigten Volumenstrom. Zusammen mit Widerständen im System entsteht daraus der hydraulische Druck.
Q
Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement umfasst Prozesse und Maßnahmen, die eine gleichbleibende Produkt- und Prozessqualität sicherstellen. In technischen Bereichen ist es eng mit Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und Normkonformität verbunden.
Querkraft
Querkraft ist eine Kraft, die quer zur Längsachse eines Bauteils wirkt. In der Bautechnik ist sie wichtig für die Bemessung von Trägern, Verbindungen und Befestigungen.
Querzug
Querzug ist eine Zugbelastung, die quer zur Längsachse eines Bauteils, Verbindungsmittels oder Ankers wirkt. Im Unterschied zum Axialzug greift die Kraft nicht in Achsrichtung an, sondern seitlich. Querzug ist bei der Auswahl und Bemessung von Befestigungen, Ankern und Verbindungen zu berücksichtigen.
Quetschstelle
Eine Quetschstelle ist ein Bereich, in dem Körperteile durch bewegliche oder schwere Teile eingeklemmt werden können. Sie gehört zu den typischen Gefahren bei Hebe-, Montage- und Hydraulikanwendungen.
R
Radbruchstütze
Radbruchstützen sind Sicherheitsbauteile an Laufkatzen oder Fahrwerken. Sie sollen verhindern, dass eine Laufkatze bei einem Radbruch abstürzt.
Randabstand
Der Randabstand beschreibt den Abstand eines Ankers, Befestigungspunktes oder Einbauteils zur Bauteilkante. Er ist wichtig für die sichere Krafteinleitung und kann Einfluss auf Tragfähigkeit, Montage und Bemessung haben.
Ratsche
Eine Ratsche ist ein Spannelement an Zurrgurten. Mit ihr wird die erforderliche Vorspannkraft aufgebaut, um Ladung sicher auf der Ladefläche zu fixieren.
Ratschzug
Ein Ratschzug ist ein handbetriebenes Hebezeug zum Heben, Senken, Ziehen oder Spannen von Lasten. Die Kraft wird über einen Handhebel mit Ratschenmechanik übertragen. Ratschzüge werden häufig auch als Ratschenzüge, Hebelzüge oder Handhebelzüge bezeichnet.
Raumzelle
Eine Raumzelle ist ein vorgefertigtes, meist dreidimensionales Bauelement, das als geschlossener oder teilgeschlossener Raum transportiert und montiert wird. Beim Heben und Versetzen von Raumzellen sind geeignete Anschlagpunkte, Transportanker und Lastaufnahmemittel entscheidend.
Reibbeiwert
Der Reibbeiwert beschreibt, wie stark zwei Oberflächen gegeneinander haften oder gleiten. Er ist eine zentrale Größe bei der Ladungssicherung, hier spricht man auch vom Gleitreibbeiwert.
Rippendecke
Eine Rippendecke ist eine Deckenkonstruktion mit tragenden Rippen oder Stegen. Die Rippen nehmen Lasten auf und leiten sie an Auflager oder tragende Bauteile weiter. Je nach Ausführung kann eine Rippendecke aus Fertigteilen, Ortbeton oder einer Kombination mit Aufbeton bestehen.
Rückschlagventil
Ein Rückschlagventil lässt Hydraulikflüssigkeit nur in eine Richtung fließen. Es verhindert unerwünschten Rückfluss und kann dazu beitragen, Lasten oder Drücke zu halten.
Rundlitzenseil
Ein Rundlitzenseil besteht aus mehreren rund verseilten Litzen. Es ist eine häufige Drahtseilkonstruktion für Hebe-, Zug- und Sicherungsaufgaben.
Rundschlinge
Eine Rundschlinge ist ein textiles Anschlagmittel mit tragendem Kern und schützendem Außenmantel. Sie ist flexibel, leicht und besonders geeignet für empfindliche oder unregelmäßig geformte Lasten.
S
Schäkel
Ein Schäkel ist ein lösbares Verbindungselement in der Hebe-, Anschlag- und Zurrtechnik. Er verbindet zum Beispiel Ketten, Seile, Rundschlingen, Haken oder Anschlagpunkte miteinander. Schäkel bestehen in der Regel aus einem Bügel und einem Bolzen. Je nach Ausführung werden sie als gerade Schäkel, geschweifte Schäkel oder hochfeste Schäkel eingesetzt. Entscheidend für die sichere Verwendung sind Tragfähigkeit, Bolzensicherung, Belastungsrichtung und der passende Einsatzbereich.
Schäkelsicherung
Eine Schäkelsicherung verhindert, dass sich der Bolzen eines Schäkels unbeabsichtigt löst. Sie ist wichtig für sichere Verbindungen in Anschlag- und Hebeanwendungen.
Schalung
Eine Schalung ist die Form, in die frischer Beton eingebracht wird. Sie gibt dem Bauteil bis zum Erhärten seine gewünschte Geometrie und Oberfläche. Schalungen können aus Holz, Stahl, Kunststoff oder Systemelementen bestehen und werden vor allem bei Ortbetonbauteilen eingesetzt.
Schlagart
Die Schlagart beschreibt die Richtung, in der Drähte und Litzen in einem Drahtseil verseilt sind. Sie beeinflusst Eigenschaften wie Flexibilität, Drehverhalten und Verschleiß.
Schlauchleitung
Eine Schlauchleitung besteht aus Hydraulikschlauch und Armaturen. Sie verbindet Komponenten eines Hydrauliksystems und muss für Druck, Medium, Temperatur und Bewegung geeignet sein.
Schlaufenband
Ein Schlaufenband ist ein Hebeband mit verstärkten Endschlaufen. Die Schlaufen dienen als Anschlagpunkte und ermöglichen ein einfaches Einhängen in Haken oder Verbindungselemente.
Schnittschutz
Schnittschutz schützt textile Anschlagmittel vor Beschädigungen durch scharfe Kanten. Er ist besonders wichtig, wenn Lasten raue, harte oder kantige Oberflächen haben.
Schrägzug
Schrägzug ist eine Zugbelastung, die nicht gerade in Achsrichtung und nicht rein quer wirkt, sondern unter einem Winkel angreift. Dadurch entstehen kombinierte Belastungen, die bei Auswahl und Bemessung berücksichtigt werden müssen.
Schraubenanker
Ein Schraubenanker ist ein Anker, der über eine Schraubverbindung mit passenden Lastaufnahme- oder Verbindungselementen genutzt wird. In der Bautechnik wird er unter anderem zum Heben, Transportieren oder Montieren von Betonfertigteilen eingesetzt. Die Auswahl richtet sich nach Bauteilgeometrie, Tragfähigkeit und Anwendung.
Sicherheitsbügel
Ein Sicherheitsbügel am Haken verhindert das unbeabsichtigte Aushängen von Anschlagmitteln. Er wird auch als Sicherheitsfalle oder Sicherheitsklinke bezeichnet.
Sicherheitsfaktor
Der Sicherheitsfaktor beschreibt das Verhältnis zwischen zulässiger Belastung und Bruch- oder Versagensgrenze. Er sorgt für eine technische Reserve im sicheren Betrieb.
Spannschloss
Ein Spannschloss dient zum Spannen oder Einstellen von Seilen, Ketten oder Zurrmitteln. Es ermöglicht eine kontrollierte Längenänderung und Kraftaufnahme.
Spannelement
Ein Spannelement erzeugt Vorspannkraft in einem Zurrmittel. Typische Beispiele sind Ratschen, Spannschlösser oder Spindelspanner.
Spannungsarmes Seil
Ein spannungsarmes Seil ist so gefertigt, dass Drähte und Litzen nach dem Öffnen der Abbindung kaum aus dem Seilverband austreten. Das erleichtert Verarbeitung und Montage.
Spiralseil
Ein Spiralseil besteht aus mehreren Drahtlagen, die schraubenförmig um einen Kerndraht angeordnet sind. Es wird in Anwendungen eingesetzt, bei denen hohe Formstabilität oder besondere Seileigenschaften gefragt sind.
Spleiß
Ein Spleiß ist eine traditionelle Methode zur Herstellung einer Seilschlaufe. Dabei werden Litzen in das Seil zurückgeführt und so eine belastbare Endverbindung erzeugt.
Stabanker
Ein Stabanker ist ein stabförmiges Verbindungselement zur Verankerung oder Krafteinleitung in Betonbauteile. Je nach Ausführung kann er zum Befestigen, Verbinden, Sichern oder Transportieren von Bauteilen eingesetzt werden.
Stahlauflager
Ein Stahlauflager ist ein Auflager aus Stahl, das Lasten aus einem Bauteil aufnimmt und in angrenzende Bauteile oder Konstruktionen weiterleitet. In der Bautechnik wird es zum Beispiel eingesetzt, um Betonfertigteile sicher zu lagern, auszurichten oder dauerhaft abzustützen.
Steuerblock
Ein Steuerblock bündelt mehrere hydraulische Ventile in einer kompakten Einheit. Er regelt Richtung, Druck und Volumenstrom innerhalb eines Hydrauliksystems.
Stützenschuh
Ein Stützenschuh ist ein Befestigungs- und Verbindungselement zur Aufnahme und Verankerung von Stützen. Er wird vor allem im Bauwesen eingesetzt, um Holz-, Stahl- oder Betonstützen sicher mit Fundamenten, Bodenplatten oder anderen tragenden Bauteilen zu verbinden. Je nach Ausführung kann ein Stützenschuh einbetoniert, aufgeschraubt oder mit Ankern befestigt werden. Er sorgt für eine definierte Kraftübertragung und kann zugleich den unteren Stützenbereich konstruktiv schützen.
T
Thixotroper Mörtel
Thixotroper Mörtel ist ein standfester Mörtel, der sich unter Bewegung oder Verarbeitung leichter verteilen lässt und danach wieder formstabil bleibt. Er eignet sich besonders für senkrechte, geneigte oder über Kopf ausgeführte Anwendungen, bei denen der Mörtel nicht ablaufen oder absacken soll.
Tragfähigkeit
Die Tragfähigkeit gibt an, welche maximale Last ein Produkt unter festgelegten Bedingungen sicher aufnehmen darf. Sie darf im Betrieb nicht überschritten werden.
Tragfähigkeitsanhänger
Ein Tragfähigkeitsanhänger enthält die zulässigen Belastungswerte eines Anschlagmittels. Er ist wichtig für die richtige Auswahl und sichere Anwendung.
Tragmittel
Tragmittel sind dauerhaft mit dem Hebezeug verbunden und dienen zur Aufnahme der Last oder eines Lastaufnahmemittels. Beispiele sind Haken, Ketten oder Seile innerhalb des Hebezeugs.
Transportanker
Ein Transportanker ist ein Einbauteil zum sicheren Heben, Bewegen und Montieren von Betonfertigteilen. Er wird in das Bauteil einbetoniert und mit einem passenden Lastaufnahmemittel verbunden. Transportanker gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, zum Beispiel als Gewindeanker, Schraubenanker, Kompaktanker, Flachstahlanker, Kugelkopfanker oder Stabanker.
Traverse
Eine Traverse verteilt Lasten auf mehrere Anschlagpunkte. Sie wird eingesetzt, um große, lange, empfindliche oder asymmetrische Lasten sicher zu heben.
Trägerflansch
Der Trägerflansch ist die Lauffläche, auf der eine Laufkatze oder ein Fahrwerk bewegt wird. Seine Breite und Form müssen zur Laufkatze passen.
Treppendorn
Ein Treppendorn ist ein Verbindungselement zur konstruktiven Lagesicherung von Treppenläufen oder Treppenelementen. Er wird im Fertigteil- und Ortbetonbau eingesetzt und kann dazu beitragen, Betonelemente am Treppenfuß oder an angrenzenden Bauteilen sicher zu positionieren. Je nach System kann der Treppendorn zusätzlich mit schalltechnischer Entkopplung kombiniert werden, um die Übertragung von Körperschall zwischen Treppe und Baukörper zu reduzieren.
Triebwerksgruppe
Die Triebwerksgruppe beschreibt die Beanspruchung eines Hebezeugs. Faktoren wie tägliche Nutzung, Hubweg, Lastkollektiv und Laufzeit fließen in die Einstufung ein.
Trogplatte
Eine Trogplatte ist ein Betonfertigteil mit trogförmigem Querschnitt. Sie wird unter anderem als Decken- oder Tragelement eingesetzt und kann durch ihre Geometrie Lasten aufnehmen und weiterleiten. In der Fertigteilbauweise spielen Trogplatten zum Beispiel bei Auflagerung, Transport und Montage eine Rolle.
TT-Decke
Eine TT-Decke oder auch TT-Platte ist ein Betonfertigteil mit zwei tragenden Stegen und einer darüberliegenden Platte. Die Form erinnert im Querschnitt an zwei nebeneinanderstehende T-Profile. TT-Decken werden vor allem als tragende Deckenelemente eingesetzt und spielen bei Auflagerung, Transport und Montage eine wichtige Rolle.
U
Überdruck
Überdruck entsteht, wenn der Druck in einem System über den vorgesehenen Betriebswert steigt. In der Hydraulik muss er durch geeignete Ventile begrenzt werden.
Umlenkrolle
Eine Umlenkrolle verändert die Richtung eines Seils. In Seiltrieben ist sie Teil der Kraftübertragung und beeinflusst Seilführung, Verschleiß und Bauraum.
Unterflasche
Die Unterflasche ist die bewegliche Umlenkeinheit eines Seil- oder Kettenzugs. Sie trägt häufig den Lasthaken und bewegt sich mit der Last.
UVV
UVV steht für Unfallverhütungsvorschriften. Sie enthalten sicherheitsrelevante Vorgaben der Berufsgenossenschaften für den Betrieb von Arbeitsmitteln und Anlagen. Die PHILIPPGRUPPE bietet ein umfangreiches Spektrum an gesetzlich vorgeschriebenen UVV Prüfungen, die von erfahrenen und sachkundigen Experten durchgeführt werden.
V
Ventil
Ein Ventil steuert in hydraulischen Systemen Druck, Volumenstrom oder Fließrichtung. Es ist ein zentrales Bauteil für die sichere und kontrollierte Funktion der Anlage.
Verbindungselement
Verbindungselemente verbinden Anschlagmittel, Lasten, Haken oder Bauteile miteinander. Beispiele sind Schäkel, Haken, Ösen, Kupplungsglieder oder Schraubverbindungen.
Vergussmörtel
Vergussmörtel ist ein gut fließfähiger Mörtel zum Verfüllen von Hohlräumen, Fugen, Aussparungen oder Anschlussbereichen. Er wird eingesetzt, wenn Bauteile, Anker oder Konstruktionselemente vollflächig unterfüttert, kraftschlüssig eingebunden oder präzise vergossen werden sollen.
Verschleiß
Verschleiß ist der fortschreitende Materialverlust durch Reibung, Bewegung, Lastwechsel oder Umwelteinflüsse. Er kann die Sicherheit von Seilen, Ketten, Bändern, Dichtungen und Hydraulikkomponenten beeinträchtigen.
Vorspannkraft
Die Vorspannkraft ist die Kraft, die beim Spannen eines Zurrmittels aufgebaut wird. Sie erhöht beim Niederzurren die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche.
Volumenstrom
Der Volumenstrom beschreibt die Menge an Flüssigkeit, die pro Zeiteinheit durch ein hydraulisches System fließt. Er beeinflusst die Bewegungsgeschwindigkeit hydraulischer Verbraucher.
W
Wartung
Wartung umfasst Maßnahmen, die den sicheren und funktionsfähigen Zustand eines Arbeitsmittels erhalten. Dazu gehören Reinigen, Schmieren, Nachstellen, Austausch von Verschleißteilen und Funktionskontrollen.
Werkstoff
Der Werkstoff bestimmt wesentliche Eigenschaften eines Produkts, etwa Festigkeit, Gewicht, Korrosionsbeständigkeit oder Temperaturverhalten. In technischen Anwendungen ist die richtige Werkstoffwahl entscheidend.
Wirbel
Ein Wirbel ist ein drehbares Verbindungselement in der Seil- und Hebetechnik. Er ermöglicht das kontrollierte Drehen einer Last oder Verbindung und kann Verdrehungen in Seilen, Ketten oder Anschlagmitteln reduzieren. Wichtig ist, dass der Wirbel für die jeweilige Belastung, Anwendung und Drehrichtung geeignet ist und nicht als Ausgleich für ungeeignete Anschlagbedingungen verwendet wird.
WLL
WLL steht für Working Load Limit. Der Wert gibt die maximal zulässige Tragfähigkeit eines Anschlagmittels oder Hebeprodukts im geraden Zug an.
Z
Zylinderkraft
Die Zylinderkraft beschreibt die Kraft, die ein Hydraulikzylinder erzeugen kann. Sie hängt vom Druck und von der wirksamen Kolbenfläche ab.
Zurrgurt
Ein Zurrgurt ist ein textiles Ladungssicherungsmittel aus Gurtband, Spannelement und Verbindungselementen. Er wird eingesetzt, um Ladung auf Fahrzeugen gegen Verrutschen, Kippen oder Herabfallen zu sichern.
Zurrkette
Eine Zurrkette ist ein Ladungssicherungsmittel aus hochfester Kette, Spannelementen und Verbindungselementen. Sie wird besonders bei schweren Maschinen, Bauteilen und robusten Transportgütern verwendet.
Zurrkraft
Die Zurrkraft beschreibt die maximale Kraft, die ein Zurrmittel im direkten Zug aufnehmen darf. Sie wird häufig mit LC (Lashing Capacity) angegeben.
Zurrmittel
Zurrmittel sind Hilfsmittel zur Ladungssicherung. Dazu gehören Zurrgurte, Zurrketten, Zurrseile und zugehörige Spann- und Verbindungselemente.
Zurrpunkt
Ein Zurrpunkt ist eine Befestigungsvorrichtung an Fahrzeugen, Maschinen oder Bauteilen. An ihm werden Zurrmittel sicher angeschlagen.





