Heben von dünnen Carbonbeton-Fertigteilen
Lösung zum Heben von besonders dünnen Betonfertigteilen mit geringer Einbindetiefe.
Ihr Projekt.
Unsere Lösung.
Jedes Projekt hat eigene Anforderungen. Unsere Experten unterstützen Sie mit der passenden technischen Lösung.
Ausgangslage und Anforderung
Der Franklin-Steg in Mannheim ist eine rund 45 Meter lange Fußgänger- und Fahrradbrücke über die B 38 und gilt als längste integrale Holzbrücke der Welt, d. h. eine Konstruktion aus aufwendig blockverleimten Holzträgern und Platten aus Carbonbeton auf einer Stahlkonstruktion. Insgesamt 32 Betonplatten für die Brücken-Lauffläche sollten mit einer individuell angepassten Transportankerlösung ausgestattet werden.
Die Herausforderung bei den Laufflächen-Platten lag nicht in der Größe (ca. 5,15 x 1,4 m) oder dem Gewicht (ca. 1,8 t), sondern in der geringen Plattendicke sowie der konischen Form.
Die Laufflächen-Platten verjüngen sich von der Mitte aus von ca. 12 cm auf nur 8 cm. Zusätzlich sind sie mit einem symmetrischen, bidirektionalen Gitter aus Carbonfaserverbundstoff bewehrt.
Unsere Lösung und Umsetzung
- Einsatz von vier kurzen Flachstahlankern aus Edelstahl RD 16 mit geringer Einbindetiefe
- Lösung ohne zusätzlcihe Bewehrung aus Betonstahl
- Kein Kontakt zwischen Stahl und Beton
- Lastverteilung bei Hebe- und Montagevorgängen über Ausgleichsgehänge
Für die geringe Plattendicke wurde eine passende Lösung aus dem PHILIPP Transportanker-Portfolio gewählt: vier kurze Flachstahlanker aus Edelstahl RD 16. Die Anker haben eine Höhe von 36 mm und eine Platte von 60 × 60 × 5 mm. Bei Hebe- und Montagevorgängen sorgt ein Ausgleichsgehänge dafür, dass alle vier Anker gleichmäßig belastet werden. So lässt sich auch bei geringer Einbindetiefe ein sicheres Handling der Platten gewährleisten.
Normalerweise benötigen Flachstahlanker der Größe RD 16 neben der Mindestbewehrung in Form einer Q257A-Betonstahlmatte eine doppelte Rückhängebewehrung über der Ankerplatte. Für den Lastfall Schrägzug ist zudem ein zusätzlicher Bügel erforderlich. Da die Mattenbewehrung hier durch eine Carboneinlage ersetzt wurde und Rückhänge- sowie Schrägzugbewehrung entfallen mussten, wurden im Betonwerk Oschatz vorab Versuche an vergleichbaren Betonkörpern durchgeführt. So konnte die Leistungsfähigkeit der Flachstahlanker auch ohne zusätzliche Bewehrung bestätigt werden.
Die Montage der Platten auf der Holz-Stahl-Konstruktion wurde im September 2025 erfolgreich durchgeführt und schon kurz darauf in Betrieb genommen.

Die Betonplatten für die Brücken-Lauffläche wurden mit einer individuell angepassten Transportankerlösung ausgestattet.

Montage der insgesamt 32 Betonplatten auf die bestehender Brücken-Konstruktion aus Holz.








